Die erste Feria de las Flores in Medellín fand
1957 statt. Im selben Jahr organisierte die Stadt ihren ersten offiziellen
Desfile de Silleteros.
Während dieses ersten offiziellen Umzugs kamen Bauernfamilien und Blumenzüchter aus
Santa Elena, einem ländlichen Bezirk von Medellín, in die Stadt. Sie trugen Blumen und landwirtschaftliche Erzeugnisse auf Holzgestellen, die als
silletas bezeichnet werden.
Die Tradition begann jedoch nicht mit dem Festival. Bereits vor der Einführung des offiziellen Umzugs nutzten Bauern die silletas als praktische Tragegestelle auf ihren Wegen zwischen den Bergen von Santa Elena und den Märkten von Medellín.
Im Laufe der Zeit veränderte sich ihre Funktion:
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Ursprünglich wurden silletas für den Transport von Blumen, Gemüse und anderen landwirtschaftlichen Erzeugnissen verwendet.
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Während des Festivals entwickelten sie sich zu sorgfältig gestalteten Blumenkompositionen, die durch die Straßen von Medellín getragen werden.
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Innerhalb der Silletero-Familien werden die Kenntnisse über den Blumenanbau, den Bau der Gestelle und die Gestaltung der Arrangements von einer Generation an die nächste weitergegeben.
Heute ist die
Silletero-Kultur von Santa Elena
als Teil des kulturellen Erbes Kolumbiens anerkannt. Zu ihrem Schutz gehören Maßnahmen zur Bewahrung des landwirtschaftlichen Wissens, der künstlerischen Praktiken, der Familientraditionen und der Beziehung zum Gebiet, auf dem diese kulturelle Ausdrucksform beruht.
Die Feria de las Flores ist aus dieser Geschichte heraus gewachsen und umfasst heute
Umzüge, Konzerte, Ausstellungen, Veranstaltungen in den Stadtvierteln und öffentliche Kulturprogramme
in verschiedenen Teilen Medellíns.
Ihre Bedeutung liegt in der Verbindung zwischen einem großen städtischen Fest und den ländlichen Gemeinschaften, aus denen ihr bekanntestes Symbol hervorgegangen ist.
Wer diese Geschichte kennt, kann den
Desfile de Silleteros
als mehr als eine Blumenschau verstehen.